Der Shopsystem-Vergleich – Auswahlkriterien & Checkliste

Shopsystem ist nicht gleich Shopsystem – das zeigt bereits der Blick auf die Vielfalt der Lösungen und Anbieter im Markt. Die Wahl des passenden Systems für den eigenen Onlineshop gestaltet sich für viele Händler anspruchsvoll, insbesondere wenn sie zum ersten Mal im E-Commerce Fuß fassen. Zahlreiche Anbieter buhlen um Aufmerksamkeit, Funktionslisten sind lang, Preismodelle schwer vergleichbar – die Auswahl kann schnell überfordern.

Genau hier setzt dieser Shopsystem-Vergleich an. Die Seite bündelt:

  • zentrale Auswahlkriterien, die bei der Systementscheidung eine Rolle spielen
  • praxisnahe Fragestellungen, mit denen sich Anforderungen konkretisieren lassen
  • eine strukturierte Checkliste als roter Faden im Entscheidungsprozess

Wer den Großteil dieser Anforderungen und Fragen für sich klären und beantworten kann, ist sehr gut vorbereitet, um sich im „Dschungel“ der Shopsysteme zurechtzufinden und eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Grafik zeigt eine Shopsystem-Vergleichsmatrix zur Bewertung relevanter Auswahlkriterien im Hintergrund - im Vordergrund erscheint der Hinweis auf eine PDF-Checkliste zum Download.
Ein strukturierter Vergleich von Shopsystemen anhand relevanter Kriterien ist das Fundament für die richtige Wahl. Unsere kostenfreie Checkliste zum Download hilft bei der Entscheidungsfindung.

Bevor du ins Detail gehst, lohnt ein Blick auf die grundsätzliche Frage: Welche Vorteile bringt dir ein eigener Onlineshop überhaupt – und welche Rolle spielt er in deinem Geschäftsmodell? Unsere Ratgeberseite für einen erfolgreichen E-Commerce zeigt dir die wichtigsten Argumente:

So gehst du bei der Auswahl eines Shopsystems vor

Bevor es an Details geht, hilft ein klarer Blick auf den Prozess: Wie nähert man sich der Entscheidung für ein Shopsystem strukturiert und ohne sich zu verzetteln?

Auswahlprozess in 4 Schritten

Ein bewährtes Vorgehen lässt sich grob in vier Schritte gliedern:

1. Rahmenbedingungen klären

  • Business-Modell, Zielgruppen, Märkte

  • Sortimentsumfang und Wachstumsperspektiven

  • Budget, interne Ressourcen, Zeitrahmen

2. Systemtypen & Anbieter einschränken

  • Grundsatzentscheidungen: SaaS, On-Premise, Open-Source

  • grobe Anforderungen an Skalierbarkeit, Internationalisierung, Integrationen

  • erste Shortlist potenziell geeigneter Systeme erstellen

3. Funktionale & technische Anforderungen prüfen

  • Backend-Usability, Produktverwaltung, Content-Funktionen

  • UX, Shopdesign, Marketing & SEO

  • Payment, Versand, Schnittstellen, Sicherheit, Performance

4. Testphase & fundierte Entscheidung

  • Testaccounts oder Demos nutzen

  • konkrete Use Cases durchspielen (z. B. Produktanlage, Bestellprozess, Änderung von Templates)

  • Kosten, Risiko (Vendor Lock-in, Migration) und Zukunftsfähigkeit abwägen

Grafik zeigt einen vierstufigen Prozess zur Auswahl eines Shopsystems von Rahmenbedingungen über Systemtypen und Funktionsprüfung bis zur Testphase.
Mit einem klaren 4-Schritte-Prozess vermeidest du Ad-hoc-Entscheidungen und behältst in der Shopsystem-Auswahl den Überblick.

Typische Fehler bei der Shopsystem-Wahl vermeiden

Neben den Kriterien ist es hilfreich zu wissen, welche typischen Fehler man vermeiden sollte:

Übersichtsgrafik zeigt vier typische Fehler bei der Shopsystem-Wahl und jeweils einen Vorschlag, wie man sie vermeidet.
Wer Preis, Ressourcen, Schnittstellen und Migration im Blick behält, umgeht die größten Stolpersteine bei der Systementscheidung.

Nur auf den Preis schauen

Ein günstiger Einstieg kann verlockend sein. Wenn jedoch wichtige Funktionen fehlen oder das System nicht mitwächst, entstehen später erhebliche Mehrkosten für Workarounds, Migration oder individuelle Entwicklungen.

Ressourcenbedarf unterschätzen

Selbst das beste Shopsystem nimmt Händlern nicht alle Arbeit ab. Einrichtung, Pflege, Content-Erstellung und Optimierung erfordern Zeit und Know-how – intern oder über Dienstleister.

Integrationen und Schnittstellen zu spät bedenken

Wer von Anfang an weiß, dass WaWi, ERP, CRM, Marktplätze oder Logistiksysteme angebunden werden sollen, sollte diese Anforderungen frühzeitig berücksichtigen – besonders, wenn bestehende Systeme vorhanden sind.

Migration und Ausstiegsszenario ignorieren

Shopsysteme werden in der Regel über mehrere Jahre genutzt. Dennoch ist es sinnvoll, früh zu überlegen, wie portabel Daten sind und wie ein späterer Systemwechsel aussehen könnte.

Eine klare, realistische Einschätzung der eigenen Situation hilft, diese Stolpersteine zu vermeiden.

Strategische Rahmenbedingungen & Ziele

Bevor einzelne Shopsysteme verglichen werden, sollte die eigene Ausgangslage klar umrissen sein. Wer weiß, wohin der Shop sich entwickeln soll, kann deutlich gezielter auswählen.

Business-Modell, Zielgruppen & Wachstum

Zu den zentralen Vorabfragen gehören:

Welches Geschäftsmodell wird verfolgt?

B2C, B2B oder eine Mischform? Werden Einmalbestellungen oder Abo-Modelle angestrebt? Sollen Dienstleistungen, digitale Produkte oder physische Ware verkauft werden?

Wie sieht das Sortiment aus – heute und in Zukunft?

  • Wie groß ist das Produktportfolio zu Beginn?

  • Wie breit oder tief werden Kategorien perspektivisch?

  • Werden Varianten (z. B. Größen, Farben, Sets) eine große Rolle spielen?

Welche Märkte sollen bedient werden?

  • Start ausschließlich in einem Land oder direkt international?

  • Bedarf an Mehrsprachigkeit, mehreren Währungen und länderspezifischen rechtlichen Anforderungen?

Je klarer diese Punkte sind, desto gezielter lassen sich Systeme auswählen, die zu Sortiment, Zielgruppen und Wachstumszielen passen.

Dreiecksgrafik zeigt Business & Zielgruppen, Wachstumsperspektive sowie Budget & Ressourcen als strategische Basis für die Wahl des Shopsystems.
Das passende Shopsystem entsteht im Spannungsfeld aus Geschäftsmodell, Wachstumszielen und verfügbaren Ressourcen.

Budget, Ressourcen & Projektzeitplan

Neben inhaltlichen Zielen sind wirtschaftliche und organisatorische Rahmenbedingungen entscheidend:

Budget für Anschaffung und Einrichtung

  • Welche Mittel stehen für Lizenzkosten, Implementierung, Design, Datenmigration und initiale Anpassungen zur Verfügung?

  • Wie hoch dürfen einmalige Startinvestitionen ausfallen?

Budget für laufenden Betrieb

  • Welche regelmäßigen Kosten sind tragbar (Lizenzen, Hosting, Erweiterungen, Support, Agenturleistungen)?

  • Gibt es Grenzen für Transaktionsgebühren oder Umsatzbeteiligungen?

Verfügbarkeit von Know-how und Zeit

  • Kann die Einrichtung überwiegend inhouse erfolgen oder wird externe Unterstützung (Agentur, Freelancer) benötigt?

  • Wie viel Zeit kann für Konzeption, Aufbau, Tests und Launch eingeplant werden?

Wer diese Fragen im Vorfeld beantwortet, vermeidet spätere Überraschungen und kann Angebote realistischer bewerten.

Systemtypen & Architektur des Shopsystems

Shopsysteme unterscheiden sich nicht nur im Funktionsumfang, sondern auch in ihrer technischen Architektur und im Betriebsmodell. Diese Grundsatzentscheidungen wirken sich auf Kosten, Flexibilität und Abhängigkeiten aus.

SaaS, On-Premise & Open-Source im Vergleich

Wichtige Systemtypen sind:

SaaS (Software-as-a-Service)

  • Betrieb und Updates liegen beim Anbieter

  • oft schnell startklar, mit klar definierten Preismodellen

  • Individualisierung ist meist in vorgegebenen Rahmen möglich

  • weniger technischer Verwaltungsaufwand, dafür stärkere Bindung an Plattform und Features des Anbieters

On-Premise / Self-Hosted

  • Shop wird auf eigenen oder gemieteten Servern betrieben

  • hohe Kontrolle über Infrastruktur und Codebasis

  • geeignet für Unternehmen mit eigenen IT-Ressourcen oder komplexen Anforderungen

  • hohe Verantwortung für Betrieb, Updates, Sicherheit und Skalierung

Open-Source-Systeme

  • Kosten entstehen vor allem für Hosting, Entwicklung, Wartung und Support

  • erfordert technisches Know-how oder einen erfahrenen Implementierungspartner

  • hohe Individualisierbarkeit, große Communitys und Erweiterungsangebote

  • Quellcode ist offen, Lizenzkosten entfallen oder sind gering

Vergleichstabelle stellt SaaS-, On-Premise- und Open-Source-Shopsysteme anhand von IT-Ressourcen, Startgeschwindigkeit, Individualisierung, Kostenstruktur und Abhängigkeit gegenüber.
Die Wahl des Systemtyps beeinflusst Starttempo, Flexibilität, Kosten und Abhängigkeit von einem Anbieter grundlegend.

Für den Vergleich sollte festgehalten werden:

  • Wie wichtig sind tiefgehende Individualisierungen?

  • Welche Unabhängigkeit von einem Anbieter ist gewünscht?

  • Welche Betriebsform passt zu den eigenen Ressourcen und Sicherheitsanforderungen?

Hosting, Skalierbarkeit & Internationalisierung

Weitere strukturelle Fragen zur Systemarchitektur:

Wo wird der Shop gehostet und wo stehen die Server?

  • Relevanz u. a. für Performance, Datenschutz und Latenzzeiten.

Wie gut skaliert das System?

  • Kann es wachsende Bestellvolumina, höhere Besucherzahlen und größere Datenmengen zuverlässig verarbeiten?

  • Bietet der Anbieter modulare Pakete oder Ressourcen-Upgrades?

Ist das System fit für Internationalisierung?

  • Mehrsprachigkeit, mehrere Währungen, unterschiedliche Steuersätze

  • Unterstützung länderspezifischer Rechtstexte, Zahlungsarten und Versandoptionen

  • ggf. länderspezifische Domains oder Subshops

Diese Kriterien helfen, Systeme auszusortieren, die langfristig nicht zu den Wachstumsplänen passen.

Funktionale Anforderungen an ein Shopsystem

Stehen Rahmenbedingungen und Systemtyp fest, lohnt ein genauer Blick auf die konkreten Funktionen im Alltag: Wie gut unterstützt das Shopsystem den operativen Betrieb?

Drei Kreise zeigen die funktionalen Kernbereiche eines Shopsystems: Produkt- und Content-Management, UX & Marketing sowie Zahlungsarten, Versand und Schnittstellen.
Ein gutes Shopsystem verbindet Produkt- und Content-Management, User Experience und Marketing mit Payment, Versand und Integrationen zu einem stimmigen Ganzen.

Produkt-, Sortiments- & Content-Management

Zentrale Fragen zum Backend und zur Produktverwaltung:

Usability des Backends

  • Wie intuitiv ist die Oberfläche für Administratoren und Redakteure?

  • Gibt es Möglichkeiten, Dashboards oder Ansichten zu konfigurieren?

Produkt- und Katalogverwaltung

  • Können verschiedene Produkttypen (einfache Produkte, Varianten, Bundles, Dienstleistungen) abgebildet werden?

  • Wie detailliert lassen sich Attribute und Merkmale pflegen?

  • Gibt es Beschränkungen bei Anzahl von Kategorien, Unterkategorien oder Produkten?

Content-Management

  • Wie ist das Content-Management organisiert?

  • Lassen sich Landingpages, Ratgeber, FAQ oder Magazinbereiche komfortabel anlegen und pflegen?

  • Können bei Bedarf leistungsstarke Erweiterungen (z. B. ein angebundenes CMS) implementiert werden?

UX, Shopdesign, Marketing & SEO-Funktionen

Ein Shopsystem sollte solide Grundlagen für User Experience, Shopdesign und Marketing bieten:

Templates und Design

  • Bietet das System responsive Templates, die auf allen Endgeräten überzeugen?

  • Wie groß ist die Auswahl an Templates – und wie weit lassen sie sich individualisieren?

  • Gibt es zusätzliche professionelle Templates von Drittanbietern und wie ist deren Preisstruktur?

Produktpräsentation

  • Wie werden Produkte visuell dargestellt?

  • Gibt es Zoom-Funktionen, Bildergalerien, Möglichkeit zur Einbindung von Videos?

  • Können zusätzliche Inhalte (z. B. Größentabellen, Download-Material) dargestellt werden?

User Experience & Komfortfunktionen

  • Welche Funktionen bietet die Suche? Wie sieht die Standard-Suche aus – und gibt es bei Bedarf erweiterte Suchlösungen?

  • Können Merkmale und Filter eingerichtet werden, um große Sortimente übersichtlich darzustellen?

  • Gibt es Merklisten bzw. „Wunschzettel“?

  • Können Kundenkonten mit Rechnungs- und Lieferadressen sowie Bestellhistorie angelegt werden?

  • Gibt es integrierte Bewertungsfunktionen für Produkte?

  • Lassen sich interaktive Elemente wie Filialfinder oder Karten einbinden?

Marketing & SEO

  • Sind SEO-relevante Funktionen (URL-Pflege, Meta-Daten, Redirect-Management, Schema-Markups etc.) komfortabel erreichbar?

  • Welche Möglichkeiten zur Verkaufsförderung bestehen (Rabattaktionen, Gutscheine, Sonderangebote, Cross-Selling, Upselling)?

  • Gibt es Personalisierungsfunktionen oder die Möglichkeit, Kundengruppen zu segmentieren?

  • Können Blog- oder Magazinseiten angeschlossen werden, um Themenwelten und Ratgeberinhalte abzubilden?

Diese Funktionen zahlen direkt auf die Sichtbarkeit, die Conversion und die Kundenbindung ein.

Navigation, Layout und Customer Journey sollten bei der Systemwahl keine Nebensache sein: Sie beeinflussen Conversion, Markenwahrnehmung und Kundenzufriedenheit. Welche UX-Aspekte du bei Aufbau und Gestaltung deines Shops berücksichtigen solltest, erklären wir ausführlich auf unserer Ratgeberseite:

SEO-Fähigkeiten und GAIO-Tauglichkeit deines Shopsystems entscheiden mit darüber, wie gut dein Shop in Suchergebnissen und AI Overviews sichtbar wird. Welche SEO-Features ein System bieten sollte und worauf du im Detail achten musst, haben wir auf unserer GAIO & SEO-Ratgeberseite zusammengestellt:“

Zahlungsarten, Versand & Schnittstellen

Zahlung und Versand sind für Kundenzufriedenheit und Conversion entscheidend. Wichtige Prüfpunkte:

Verfügbare Zahlungsoptionen

  • Welche Zahlungsarten und Zahlungsdienstleister können angebunden werden (z. B. Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung, Rechnung, lokale Methoden)?

  • Werden beim internationalen Handel länderspezifische Zahlungsmethoden und Währungen unterstützt?

  • Wie steht es um Sicherheit und PCI-DSS-Konformität im Umgang mit Zahlungsdaten?

Versand und Logistik

  • Welche Versanddienstleister und Speditionen können angebunden werden?

  • Gibt es flexible Versandoptionen (z. B. Standard, Express, Abholung) und automatische Tarifberechnung?

  • Können Sendungsverfolgung und Statusinformationen an Kunden ausgegeben werden?

  • Wie werden Retouren organisiert und im System abgebildet?

Schnittstellen und Integrationen

  • Gibt es offene, stabile Schnittstellen zu Warenwirtschaft, ERP, Buchhaltung, CRM und Marktplätzen?

  • Können weitere Services (z. B. Newsletter-Tools, Analyse-Tools) problemlos eingebunden werden?

Ein Shopsystem sollte hier ausreichend Flexibilität bieten, um aktuelle und zukünftige Anforderungen abdecken zu können.

Wenn du vorhast, mehrere Verkaufskanäle zu bespielen oder Lager und Versand sauber zu automatisieren, sollte die Kombination aus Shopsystem und Warenwirtschaft von Anfang an mitgedacht werden. Wie dieses Zusammenspiel in der Praxis aussieht, erläutern wir ausführlich auf unserer Ratgeberseite:

Technische, rechtliche & Sicherheitsaspekte

Neben der funktionalen Ebene spielen technische Qualität, Sicherheit und rechtliche Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle.

Performance, Stabilität & Erweiterbarkeit

Wichtige Fragen zur technischen Basis:

  • Wie verhält sich das Shopsystem bei wachsenden Besucherzahlen und Bestellvolumina?

  • Welche Erfahrungen anderer Händler gibt es in Bezug auf Stabilität und Ausfallzeiten?

  • Welche Möglichkeiten gibt es, Performance zu optimieren (Caching, Content-Delivery-Netzwerk, Datenbankoptimierung)?

  • Ist der Code sauber strukturiert und aktuell, um gute Ladezeiten und eine sichere Basis für Erweiterungen zu ermöglichen?

Ein System, das unter Last schnell an Grenzen stößt, kann Wachstum erheblich bremsen.

Datenschutz, Compliance & Datensicherheit

Rechtliche und sicherheitsrelevante Aspekte sollten früh in die Bewertung einfließen:

Steuer- und Rechtsanforderungen

  • Können Pflichtangaben (Impressum, AGB, Widerruf, Datenschutz) rechtssicher eingebunden werden?

  • Unterstützt das System Mehrwertsteuersätze, OSS-Regelungen und länderspezifische Anforderungen?

Sicherheit & Schutzmaßnahmen

  • Wie werden Zugriffsrechte und Authentifizierung im System geregelt?

  • Welche Maßnahmen zum Schutz vor Betrug und Hackerangriffen bestehen?

  • Ist eine SSL-Verschlüsselung selbstverständlich?

Datenschutz & Compliance

  • Wo werden personenbezogene Daten gespeichert und wie wird der Schutz sichergestellt?

  • Werden Anforderungen weiterer Regelwerke (z. B. PCI-DSS, ggf. CCPA für internationale Szenarien) unterstützt?

  • Ist das Shopsystem DSGVO-konform nutzbar?

Migration, Updates & Roadmap des Anbieters

Ein Shopsystem ist keine Momentaufnahme, sondern wird über Jahre betrieben. Deshalb lohnt der Blick nach vorn:

Update-Politik und Release-Zyklus

  • Wie regelmäßig werden Updates bereitgestellt?

  • Wie aufwändig ist das Einspielen von Updates – manuell, automatisiert, im Rahmen eines SaaS-Angebots?

Weiterentwicklung & Roadmap

  • Gibt es eine erkennbare Produkt-Roadmap des Anbieters?

  • Werden aktuelle Trends (z. B. neue Zahlungsarten, GAIO-Features, Marktplatz-Integrationen) zeitnah aufgegriffen?

Migrationsfähigkeit & Ausstiegsszenario

  • Wie einfach lassen sich Produktdaten, Kundendaten und Bestellhistorien exportieren?

  • Gibt es Unterstützung bei der Migration von einem bestehenden System?

  • Wie können bei einem späteren Systemwechsel SEO-Relevante Aspekte (URLs, Redirects) berücksichtigt werden?

Wer hier früh Fragen stellt, verhindert spätere Abhängigkeiten, die schwer aufzulösen sind.

Betrieb, Support & Gesamtkosten

Neben Funktionalität und Technik bestimmen auch Betrieb, Support und Gesamtwirtschaftlichkeit, ob ein Shopsystem langfristig gut passt.

Balkengrafik zeigt die Total Cost of Ownership eines Shopsystems über mehrere Jahre mit Einmalkosten, laufenden Kosten, Erweiterungen und Transaktionsgebühren.
Der Vergleich von Shopsystemen sollte immer die Gesamtkosten über mehrere Jahre berücksichtigen – nicht nur den scheinbar günstigen Einstiegspreis.

Lizenzmodelle, laufende Kosten & TCO

Die Total Cost of Ownership (TCO) umfasst:

Laufende Kosten

  • Lizenz- oder Abonnementgebühren

  • Hosting-Kosten

  • Transaktionsgebühren oder Umsatzbeteiligungen

  • Kosten für externe Dienstleister (Agenturen, Entwickler)

  • Gebühren für Erweiterungen, Plugins oder zusätzliche Module

Einmalkosten

  • Lizenzen oder Set-up-Gebühren

  • Implementierung, Design, Datenmigration

  • ggf. Schulungen zum Start

Es lohnt sich, nicht nur den Einstiegspreis, sondern die Kosten über mehrere Jahre zu betrachten. So lassen sich Systeme vergleichen, die auf den ersten Blick günstig, langfristig aber teurer werden können – oder umgekehrt.

Support, Schulungen & Community

Ein gutes Shopsystem lebt auch von einem starken Umfeld:

Support des Anbieters

  • Welche Supportleistungen sind enthalten (z. B. E-Mail, Telefon, Ticketsystem)?

  • Wie sehen Reaktionszeiten und Service-Level-Vereinbarungen aus?

  • Welche Kosten fallen für erweiterten Support an?

Schulungen & Wissenstransfer

  • Bietet der Anbieter Schulungen für Einsteiger und Fortgeschrittene an?

  • Gibt es Handbücher, Video-Tutorials, Best Practices?

  • Werden Webinare, Veranstaltungen oder Messen organisiert, die den Austausch erleichtern?

Community & Ökosystem

  • Existiert eine aktive Community für Fragen, Austausch und Unterstützung?

  • Gibt es ein breites Angebot an Agenturen, Entwicklern und Template-/Plugin-Anbietern?

Ein starkes Umfeld reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern und erleichtert die langfristige Weiterentwicklung des Shops.

Die Shopsystem-Checkliste zum Download

Um alle genannten Punkte im Entscheidungsprozess gezielt nutzen zu können, bietet sich unsere druckbare oder auch interaktiv ausfüllbare Shopsystem-Checkliste an. Mit ihr behältst du den Überblick.

Auf mehreren übersichtlich strukturierten Seiten kannst du:

  • strategische Rahmenbedingungen und Ziele festhalten,

  • Systemtypen und Architektur einordnen,

  • funktionale, technische und rechtliche Anforderungen bewerten

  • sowie Kosten, Support und Weiterentwicklung verschiedener Anbieter vergleichen.

Nutze die Checkliste, um 2–3 Shopsysteme anhand einheitlicher Kriterien zu bewerten, Notizen zu Stärken und Schwächen zu ergänzen und am Ende eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Beispielhafte Vergleichsmatrix zeigt drei Shopsysteme, die anhand von Kriterien wie strategischem Fit, Funktionalität, Technik, Integrationen, Kosten und Support bewertet werden.
Mit einer Bewertungsmatrix lassen sich Shopsysteme objektiv vergleichen und Stärken sowie Schwächen transparent machen.

Fazit – so findest du das passende Shopsystem

Die Auswahl des passenden Shopsystems ist ein entscheidender Schritt für den Erfolg eines Onlineshops. Sie beeinflusst:

  • wie effizient tägliche Abläufe organisiert werden können

  • wie flexibel auf Wachstum und neue Anforderungen reagiert werden kann

  • wie gut der Shop in Bezug auf UX, SEO und GAIO aufgestellt ist

  • und wie wirtschaftlich der Betrieb langfristig bleibt

Die hier vorgestellte Checkliste bündelt die wichtigsten Kriterien und Fragestellungen, damit die Entscheidung für ein Shopsystem ausgewogen und belastbar getroffen werden kann.

Für eine vertiefte Betrachtung einzelner Aspekte lohnt der Blick auf die weiteren Seiten der Ratgeberwelt zum Thema Shopsysteme – etwa zu:

  • den Vorteilen eines eigenen Online-Shops

  • der effizienten Kombination von Shopsystem und Warenwirtschaft

  • UX-Design und Nutzerfreundlichkeit im Shop

  • SEO- und GAIO-Funktionen moderner Shopsysteme

So entsteht Schritt für Schritt eine Entscheidungsgrundlage, mit der Händler ein Shopsystem wählen können, das nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Jahren gut zu ihrem Geschäftsmodell passt.

„Wenn du deine Anforderungen mit der Checkliste strukturiert erfasst hast, lohnt der Blick zurück auf das große Ganze: Systemtypen, Setups und die Rolle des Onlineshops im Gesamtkonzept. Unser Ratgeber fasst diese Grundlagen kompakt zusammen – hier kommst du zur Übersicht: