UX & Design im Onlineshop – Shopping leicht gemacht!

Eine ausgezeichnete Benutzerfreundlichkeit bleibt häufig unerkannt, weil alles „einfach funktioniert“. Schlechte Usability dagegen sticht sofort ins Auge: Nutzer werden unsicher, finden sich nicht zurecht, brechen ab – und kommen im Zweifel nicht wieder. Das gilt sowohl für die Administration eines Shopsystems als auch für das Frontend, mit dem Kundinnen und Kunden interagieren.

Eine unübersichtliche Kategoriestruktur, fehlendes Responsive Design, das den Onlineshop kaum bedienbar macht, oder ein komplizierter Checkout-Prozess führen schnell zu:

  • erhöhter Absprungrate
  • frustrierten Kaufabbrüchen
  • einer schlechten Conversion Rate
Grafik vergleicht gute und schlechte User Experience im Onlineshop und zeigt Auswirkungen auf Conversion Rate, Absprungrate und Supportaufwand.
Gute UX bleibt unauffällig – schlechte UX führt zu Abbrüchen, Frust und geringerer Conversion Rate.

Eine gute User Experience ist kein Selbstzweck: Sie zahlt direkt auf die Vorteile eines eigenen Onlineshops ein – etwa auf Conversion, Kundenbindung und Markenaufbau. Welche strategischen Pluspunkte ein eigener Onlineshop mit sich bringt, erklären wir ausführlich auf unserer Ratgeberseite:

Für Händler ist es daher zentral, dafür zu sorgen, dass die Nutzererfahrung positiv ausfällt – und Kundinnen und Kunden gern wiederkommen, idealerweise sogar Empfehlungen aussprechen. Am Ende geht es nicht nur um den reinen Kaufabschluss, sondern um das Gefühl, das nach dem Besuch eines Onlineshops zurückbleibt.

Die Weichen für ein optimales Einkaufserlebnis stellen Händler bereits mit der Wahl eines geeigneten Shopsystems, das genügend Spielraum bietet, um eine erstklassige User Experience umzusetzen. Auf dieser Seite erklären wir, warum UX-Design im Onlineshop so wichtig ist und auf welche technischen und gestalterischen Faktoren Händler achten sollten, um ihren Kunden eine angenehme Benutzererfahrung zu ermöglichen.

Doch nicht nur gestalterische Aspekte sind bei der Betrachtung unterschiedlicher Shopsysteme unter die Lupe zu nehmen. Zahlreiche andere Faktoren sind gleichermaßen bedeutend: Welche Arten von Shopsystemen gibt es, welche Vor- und Nachteile haben sie und wie hängen Setup, Kosten und Flexibilität zusammen? Antworten hierauf und einen Überblick bietet die Startseite unseres Ratgebers zum Thema Shopsystem:

Warum ist UX-Design wichtig für Onlineshops?

User Experience (kurz: UX) beschreibt grundsätzlich die Erfahrung eines Nutzers bei der Anwendung eines Produkts, Systems oder Services. Im Kontext eines Onlineshops sind damit alle Berührungspunkte gemeint, die zwischen Besuchenden und digitaler Ladenfront entstehen – vom ersten Seitenaufruf bis zur Paketlieferung und darüber hinaus.

Die Experience umfasst unter anderem:

  • wie schnell sich Nutzer orientieren können

  • wie verständlich Inhalte strukturiert sind

  • wie einfach der Bestellprozess abläuft

  • wie gut Fragen schon vorab beantwortet werden

  • wie sicher und wertgeschätzt sich Kunden fühlen

Unter UX-Experten hat sich der Leitsatz etabliert: „Je weniger der Nutzer denken muss, desto besser.“ Im Kern geht es also um intuitive, klare und reibungslose Abläufe, ohne unnötige Hürden. Je weniger Klicks zum Ziel führen und je weniger Reibungspunkte auftreten, desto komfortabler ist das Einkaufserlebnis.

Warum sollte UX im Onlineshop ganz oben auf der Prioritätenliste stehen?

Ein über alle Geräte hinweg gut funktionierender Onlineshop erhöht die Kundenzufriedenheit. Aus Besuchern werden Kunden – und idealerweise Stammkunden.

Ein durchdachtes UX-Design erleichtert Kaufentscheidungen. Kurze Wege, verständliche Kategorisierung, ein transparenter Checkout – all das senkt die Hürde zum Kauf.

Gute UX wirkt sich direkt auf Umsatz und Marge aus: Wer sich wohlfühlt, kauft eher mehr als geplant und kommt häufiger wieder.

Gleichzeitig sinken die Supportkosten, weil viele Fragen durch klare Informationen, Hilfeseiten oder FAQs bereits beantwortet werden, bevor sie gestellt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Mobilnutzung. Bereits heute tätigt ein Großteil der Nutzer seine Online-Einkäufe primär über das Smartphone – Tendenz steigend. Trotzdem sind noch viele Shops nicht konsequent „Mobile First“ gedacht. Seiten sind mit dekorativen, aber wenig hilfreichen Inhalten überladen oder auf kleinen Bildschirmen schlecht bedienbar. Nutzer scrollen zwar gern, aber nur, wenn der Inhalt relevant ist.

Fazit: Design, Layout, Inhalte und Technik müssen Hand in Hand gehen, um aus Interessenten zahlende Kunden zu machen. UX ist dabei kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor im E-Commerce.

Technische Grundlagen für gute User Experience im Onlineshop

Die technische Basis eines Shopsystems beeinflusst die User Experience maßgeblich. Stabilität, Geschwindigkeit und saubere Strukturen sorgen dafür, dass das Nutzungserlebnis nicht durch Frustfaktoren getrübt wird. Bei der Auswahl eines Shopsystems sollten daher insbesondere folgende Aspekte geprüft werden.

Navigation & Informationsarchitektur

Die Navigation ist ein Kernstück der Benutzerführung. Sie entscheidet darüber, ob Besucher schnell erfassen: Was gibt es hier? Wo finde ich, was ich suche?

Wichtige Punkte:

  • Die Navigationsstruktur sollte logisch, verständlich und schlank sein.

  • Oberkategorien und Unterkategorien müssen die „Denkweise“ der Kundschaft widerspiegeln, nicht die interne Sicht des Unternehmens.

  • Menüarten (z. B. klassische Hauptnavigation, Mega-Menüs, Filterleisten) sollten je nach Sortiment sinnvoll einsetzbar sein.

  • Kategorien, Filter und interne Verlinkungen sollten so gestaltet sein, dass wichtige Produkte und Inhalte mit wenigen Klicks erreichbar sind.

Bereits bei der Wahl des Shopsystems lohnt ein genauer Blick auf die Möglichkeiten zur Navigation und Informationsarchitektur. Ein gutes System erlaubt flexible Menüstrukturen, mehrere Navigationsebenen und ggf. verschiedene Navigationskonzepte für Desktop und Mobile.

Beispielgrafik für die Informationsarchitektur eines Onlineshops mit Hauptnavigation, Unterkategorien, Breadcrumbs und Filtern.
Eine klare Navigation orientiert sich an der Denkweise der Kunden – nicht an internen Strukturen.
Grafik zeigt eine intelligente Suchfunktion mit Auto-Suggest und fehlertoleranter Eingabe sowie Filter- und Sortieroptionen im Onlineshop.
Eine intelligente Suche mit passenden Filtern ist für viele Nutzer der schnellste Weg zum richtigen Produkt.

Intelligente Suche & Filter

Die Suchfunktion ist für viele Nutzer der schnellste Weg zum Produkt. Besonders bei größeren Sortimenten wird sie zum entscheidenden UX-Faktor. Moderne Such- und Filtersysteme sollten:

  • fehlertolerant sein (Tippfehler, Singular/Plural, Bindestriche etc.)

  • Synonyme erkennen

  • Auto-Suggestions und Vorschläge während der Eingabe bieten

  • sinnvolle Filter- und Sortieroptionen bereitstellen (Preis, Marke, Größe, Farbe, Verfügbarkeit etc.)

  • Ranking-Logiken ermöglichen (z. B. nach Relevanz, Topseller, Marge)

Für Händler mit umfangreichem Sortiment sollte die Qualität der Suche ein zentrales Kriterium bei der Shopsystem-Auswahl sein. Hier zahlen sich leistungsfähige Suchlösungen oder integrierte Suchmodule mit KI-Unterstützung besonders aus.

Fehlerseiten & Fehlertoleranz

Verwaiste Links und 404-Fehlerseiten sind Gift für die User Experience. Wer auf einer Fehlermeldung landet, empfindet Frust und bricht häufig ab. Umso wichtiger ist es, dass:

  • Weiterleitungen (301-Redirects) eingerichtet werden, wenn URLs geändert oder Inhalte umgezogen werden.

  • eine benutzerfreundliche 404-Seite vorhanden ist, die Nutzer auffängt – z. B. mit Suchfunktion, Links zu wichtigen Kategorien und einem Button zur Startseite.

  • Händler regelmäßig prüfen, ob es fehlerhafte Links gibt (z. B. über die Google Search Console oder integrierte Tools des Shopsystems).

Gute Shopsysteme bieten Funktionen oder Erweiterungen, um Redirects effizient zu verwalten und individuelle Fehlerseiten anzulegen. Idealerweise unterstützen sie auch beim Aufspüren toter Links. All das trägt zu einer stabilen, vertrauenswürdigen Nutzererfahrung bei.

Grafik vergleicht eine einfache 404-Fehlerseite ohne Hilfen mit einer benutzerfreundlichen 404-Seite mit Suche, Kategorien und Rücklink zur Startseite.
Statt Sackgasse: Gute Fehlerseiten holen Nutzer ab und führen sie zurück ins Sortiment.
Grafik zeigt sinkende Conversion bei längeren Ladezeiten und vergleicht eine Desktop- mit einer mobilen Ansicht eines responsiven Onlineshops.
Gute UX braucht Technologie: schnelle Ladezeiten und ein responsives Design auf allen Geräten.

Ladezeiten & Performance

Ladezeiten sind ein kritischer UX- und Conversion-Faktor. Schon wenige Sekunden Verzögerung können die Absprungrate deutlich erhöhen. Richtwert: Seiten sollten spürbar innerhalb von 1–2 Sekunden laden.

Relevante Punkte bei der Shopsystem-Auswahl:

  • performant arbeitendes System und saubere Templates

  • passendes Hosting mit ausreichenden Ressourcen

  • Caching-Mechanismen, um wiederkehrende Inhalte schneller auszuliefern

  • regelmäßige Updates und Datenbankoptimierungen (bei SaaS-Lösungen idealerweise durch den Anbieter)

Zusätzlich spielt die Aufbereitung der Inhalte eine große Rolle:

  • Bilder sollten komprimiert und in passenden Formaten (z. B. WebP) eingebunden werden.

  • Ein Shopsystem mit integrierter Bildoptimierung ist hier ein deutlicher Vorteil – besonders bei vielen Produktbildern.

  • Script- und CSS-Dateien sollten möglichst schlank gehalten und nur dort geladen werden, wo sie wirklich gebraucht werden.

Gute Performance sorgt nicht nur für zufriedene Nutzer, sondern wirkt sich auch positiv auf die Sichtbarkeit in Suchmaschinen aus.

Viele UX-Faktoren – etwa Ladezeiten, klare Strukturen oder saubere Fehlerseiten – sind zugleich SEO- und GAIO-Relevante Signale. Welche technischen und inhaltlichen SEO-Funktionen dein Shopsystem unterstützen sollte, zeigen wir dir auf unserer Ratgeberseite zu GAIO & SEO:

Schnittstellen für Service & After-Sales

Die Nutzererfahrung endet nicht mit dem Klick auf „Bestellen“. Liefergeschwindigkeit, Transparenz im Versand, unkomplizierte Retouren und erreichbarer Support haben großen Einfluss darauf, wie Kunden den Shop insgesamt bewerten.

Ein Shopsystem sollte daher Schnittstellen bieten zu:

  • Zahlungsdienstleistern (z. B. PayPal, Kreditkarte, Wallet-Lösungen)

  • Versand- und Logistikdienstleistern

  • Warenwirtschaftssystemen

  • Ticket- und Supportsystemen

  • ggf. CRM- und E-Mail-Marketing-Tools

Über diese Schnittstellen lassen sich etwa:

  • Statusmails automatisiert versenden

  • Trackinglinks bereitstellen

  • Retourenprozesse digital abbilden

  • Serviceprozesse effizienter gestalten

So wird nicht nur die interne Arbeit erleichtert, sondern auch das Erlebnis für Kunden nach dem Kauf deutlich verbessert – ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher User Experience.

Ein reibungsloser Checkout, transparente Lieferzeiten und zuverlässige Bestände sind zentrale Teile der User Experience – und hängen unmittelbar an gut integrierten Prozessen im Hintergrund. Wie du dein Shopsystem mit einer Warenwirtschaft kombinierst und so für stabile Abläufe sorgst, erfährst du auf unserer Ratgeberseite:“

Gestaltung & Shopdesign im Onlineshop

Neben der Technik spielt das visuelle und inhaltliche Design eine entscheidende Rolle. Ein gut durchdachter Onlineshop besticht durch klare Strukturen, konsistente Gestaltung und eine verständliche Kommunikation.

Klare Strukturen & visuelle Hierarchie

Auch im Onlinehandel gilt: Der erste Eindruck zählt. Besucher sollten auf den ersten Blick erkennen:

  • Was bietet dieser Shop an?

  • Wo finde ich, was mich interessiert?

  • Was ist der nächste sinnvolle Schritt?

Dafür sind wichtig:

  • eine übersichtliche Startseite mit klarer Struktur

  • gut gestaltete Kategorieseiten mit nachvollziehbarer Sortierung

  • Produktdetailseiten, die alle relevanten Informationen geordnet darstellen

  • zielgerichtete Landingpages für Kampagnen und saisonale Schwerpunkte

Zur „Standardausstattung“ eines Shopsystems gehören idealerweise:

  • verschiedene Layoutoptionen

  • flexible Module für Teaser, Produktlisten, Banner

  • Möglichkeiten zur Anpassung der Informationshierarchie

  • Designoptionen, mit denen sich Call-to-Actions klar hervorheben lassen

Ziel ist ein Design, das die Marke widerspiegelt, aber den Fokus immer auf den Produkten und den nächsten Schritten beibehält – nicht auf rein dekorativen Elementen.

Wireframe-Grafik einer Produktdetailseite zeigt visuelle Hierarchie von Produktbild, Titel, Preis, Varianten und Call-to-Action.
Eine klare visuelle Hierarchie lenkt den Blick von Bild und Titel über den Preis direkt zum Kauf-Button.
Grafik zeigt einen dreistufigen Checkout-Prozess mit Fortschrittsanzeige und übersichtlichem Formular für Adressdaten.
Ein transparenter Checkout mit wenigen, klar gestalteten Feldern reduziert Kaufabbrüche deutlich.

Formulare & Checkout ohne Hürden

Formulare sind ein häufiger Stolperstein in der User Experience. Besonders im Checkout entscheidet sich, ob der Kauf abgeschlossen oder abgebrochen wird. Typische Probleme:

  • Pflicht zur Kontoerstellung, bevor bestellt werden kann

  • zu viele Pflichtfelder

  • unklare Fehlermeldungen

  • fehlende Transparenz darüber, wie viele Schritte noch folgen

Best Practices:

  • Gastbestellungen ermöglichen, ohne Zwang zur Registrierung

  • nur die notwendigen Daten abfragen, Extras optional machen

  • klare, verständliche Feldbeschriftungen und Hilfetexte

  • mehrstufige Formulare mit Fortschrittsanzeige bei komplexen Prozessen

  • sinnvolle Voreinstellungen und Auswahloptionen (z. B. Rechnungsadresse = Lieferadresse)

Ein gutes Shopsystem unterstützt diese Anforderungen mit:

  • flexibel gestaltbaren Formularen

  • anpassbaren Checkout-Prozessen

  • Möglichkeiten, Felder ein- oder auszublenden

  • integrierten Validierungen für gängige Eingaben (E-Mail, Postleitzahl etc.)

So werden Formulare vom Hindernis zum unauffälligen, funktionalen Bestandteil eines flüssigen Kaufprozesses.

Responsives, mobiles Layout

Responsive Design sorgt dafür, dass der Onlineshop auf allen Endgeräten optimal nutzbar ist – vom Desktop über das Tablet bis hin zum Smartphone. Elemente passen sich automatisch der verfügbaren Fläche an, ohne dass Inhalte unlesbar oder Bedienelemente zu klein werden.

Ein responsives Shopsystem sollte:

  • mobile-optimierte Menüs (z. B. Burger-Menü) bieten

  • ausreichend große Klick- bzw. Tippflächen für Buttons und Links vorsehen

  • Schriftgrößen und Abstände so wählen, dass Inhalte gut erfassbar bleiben

  • Bilder und Medien flexibel skalieren oder alternative Darstellungen für kleine Screens zulassen

Gerade im Hinblick auf „Mobile First“ ist es wichtig, dass das Shopsystem mobile Templates und Komponenten unterstützt, ohne dass für jede Anpassung individuelle Programmierung nötig wird. Nur so können Händler sicherstellen, dass das Einkaufserlebnis auch auf kleinen Displays überzeugt.

Customer Journey & Conversion-Optimierung im Onlineshop

Im Prozess ihrer Kaufentscheidung durchlaufen Kunden mehrere Phasen, bei denen Onlineshops mit passgenauen Hilfestellungen und Signalen vorausschauend unterstützen können. Von der oben genannten fehlertoleranten Suche und der ersten Information zu einem Produkt, über Details bei näherem Interesse, bis hin zu vertrauensbildenden Signalen, die eine Entscheidung erleichtern: Für Händler gibt es zahlreiche Gelegenheiten, Informationen und Anreize so zu platzieren, dass Kunden in ihrer Entscheidung für ein Produkt bestärkt werden und eine Bestellung auslösen. Die nachfolgenden Punkte sollten in einem guten Shopsystem zum Standard gehören.

Call-to-Actions im Onlineshop

Call-to-Actions (CTAs) sind Handlungsaufforderungen: Sie sagen dem Nutzer, was als Nächstes sinnvoll ist. Typische CTAs sind etwa:

  • „In den Warenkorb“ / „Jetzt kaufen“

  • „Mehr erfahren“

  • „Zum Produkt“

  • „Zum Newsletter anmelden“

  • „Kontakt aufnehmen“

Für eine gute User Experience sollten CTAs:

  • klar formuliert und verständlich sein

  • visuell hervorstechen, ohne aufdringlich zu wirken

  • kontextuell passen (z. B. Informations-CTA auf Ratgeberseite, Kauf-CTA auf Produktseite)

  • auch auf mobilen Geräten gut erreichbar und bedienbar sein

Ein Shopsystem sollte genügend Flexibilität bieten, um CTAs an den relevanten Stellen im Layout zu platzieren und sie gestalterisch an das Markendesign anzupassen.

Produktlisten- und Ergebnisseiten

Hat ein Nutzer über Suche oder Kategorien passende Filter gesetzt, entscheidet die Ergebnisliste darüber, ob es zum nächsten Klick – der Produktdetailseite – kommt.

Wichtige Elemente für gute Ergebnisseiten:

  • übersichtliche Darstellung der Produkte (einheitliche Bildgrößen, klare Struktur)

  • Anzeige der wichtigsten Informationen auf einen Blick: Titel, Bild, Preis, zentrale Eigenschaften, Verfügbarkeit, ggf. Bewertungen

  • sinnvolle Sortier- und Filteroptionen

  • deutliche Kennzeichnung von Varianten (Größen, Farben etc.)

Bei der Auswahl des Shopsystems sollten Händler daher auch prüfen, wie gut sich Produktlisten und Suchergebnisse konfigurieren lassen: Welche Infos können eingeblendet werden? Wie flexibel sind Layout und Filterlogik? Wie gut funktionieren diese Seiten auf mobilen Geräten?

Nicht jedes Shopsystem bietet die gleiche Freiheit bei Navigation, Layout und Customer Journey. Wenn UX und Design für dich zentrale Erfolgsfaktoren sind, lohnt ein genauer Blick in die Systemdetails. Unsere Checkliste hilft dir, UX- und Designanforderungen gezielt in deine Auswahlkriterien aufzunehmen – hier findest du die Checkliste:

Personalisierung im Onlineshop

Personalisierung kann die User Experience erheblich verbessern, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird. Ziel ist es, Nutzern das Gefühl zu geben, dass der Shop „versteht“, was sie interessiert.

Typische Beispiele:

  • Produktempfehlungen basierend auf bisherigen Käufen oder angesehenen Artikeln

  • dynamische Startseiten mit individuellen Teasern für wiederkehrende Kunden

  • „Zuletzt angesehen“-Listen

  • personalisierte E-Mail-Kampagnen auf Basis des Nutzerverhaltens im Shop

Viele Shopsysteme oder angebundene Tools bieten dafür bereits Funktionen oder Erweiterungen. Wichtig ist, dass Personalisierung:

  • relevant ist (statt wahlloser Empfehlungen)

  • transparent und datenschutzkonform umgesetzt wird (Stichwort DSGVO)

  • das Einkaufserlebnis unterstützt, statt Nutzer zu irritieren

Social Proof für mehr Vertrauen

Menschen orientieren sich bei Kaufentscheidungen gern an anderen. Dieses Prinzip – Social Proof – lässt sich im E-Commerce gezielt nutzen, um Vertrauen aufzubauen.

Mögliche Formen von Social Proof und Vertrauenssignalen:

  • Produktbewertungen und Rezensionen

  • Auszeichnungen und Gütesiegel (z. B. Trusted Shops)

  • Shop-Bewertungen auf unabhängigen Plattformen

  • Kundenstimmen und Testimonials

  • Hinweise auf Bestseller, häufig gekaufte Produkte oder Empfehlungen

Moderne Shopsysteme bieten in der Regel:

  • integrierte Bewertungsfunktionen oder Schnittstellen zu Bewertungssystemen

  • Möglichkeiten, Siegel und Zertifikate sichtbar einzubinden

  • Social-Media-Integration (Share-Buttons, Feeds etc.)

Entscheidend ist die Positionierung: Bewertungen und Vertrauenssignale sollten dort sichtbar sein, wo sie die Kaufentscheidung unterstützen – etwa auf Produktdetailseiten, im Checkout oder in der Nähe von CTAs.

unnel-Grafik zeigt die Customer Journey im Onlineshop und an welchen Stellen CTAs, Personalisierung und Social Proof die Conversion unterstützen.
CTAs, Personalisierung und Social Proof wirken an verschiedenen Stellen der Customer Journey – gemeinsam stärken sie die Conversion.

Fazit: UX-Design als Erfolgsfaktor im E-Commerce

Eine gute User Experience ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Onlineshops. Sie entscheidet darüber, ob Besucher:

  • den Shop als vertrauenswürdig empfinden

  • sich gut zurechtfinden

  • den Kauf abschließen

  • wiederkommen und den Shop weiterempfehlen

Das Shopsystem bildet dabei die technische und gestalterische Bühne: Es sollte nicht nur die gewünschten Funktionen bereitstellen, sondern auch intuitiv, flexibel und zukunftsfähig sein.

UX ist zwar ein wichtiger Baustein, aber nicht der einzige: Für nachhaltigen Erfolg im E-Commerce spielen auch Themen wie Shopsystem-Auswahl, Warenwirtschaftsanbindung, SEO, Content und Performance eine große Rolle. In unserer Themenwelt rund um Shopsysteme findest du weitere Ratgeberseiten mit praktischen Tipps und Checklisten.